Nur ein mehrgliedriges Schulsystem und binnendifferenzierte Schulen werden der Vielfalt der Begabungen gerecht.

von Claas Rohmeyer MdBB

Schulstrukturkämpfe endlich beenden!

Wie andere Parteien hat sich auch die CDU zu lange in der Frage der Schulstruktur im ideologischen Schützengraben bewegt. An statt sich um Fragen guter Schule und besseren Unterrichts kümmern zu können, lieferte man sich ausufernde Debatten und Grabenkämpfe mit politischen Mitbewerbern um Fragen der Schulstruktur und der Schulformen. Diese Debatten müssen ein Ende haben. Zahlreiche Schulreformen in der Bundesrepublik haben über Jahrzehnte wertvolle Ressourcen gebunden und keine signifikanten Fortschritte geliefert.

Ziel christdemokratischer Bildungspolitik ist guter Unterricht, der Schülerinnen und Schülern Wissen, Fähigkeiten und Kompetenzen vermittelt, um ihr weiteres Leben selbständig gestalten können.

Regional hat sich in den westdeutschen Bundesländern über Jahrzehnte das dreigliedrige Schulsystem entwickelt während in ostdeutschen Bundesländern ein Modell aus zwei Schulformen entstanden ist.

Die CDU setzt sich für ein förderndes, differenzierendes und gegliedertes Schulsystem sein. Eine Einheitsschule lehnt die CDU ab.

Eine pauschale Festlegung der Union auf ein „klassisches“ dreigliedriges Schulsystem ist auf Grund der Veränderungen in der Gesellschaft nicht länger zu vertreten.

Die Grundschule ist generell vierjährig.

Ob eine Schulstruktur dreigliedrig aus Hauptschule, Realschule und Gymnasium oder aus zwei Säulen besteht, ist vielmehr den jeweiligen regionalen, demographischen und sozialen Gegebenheiten anzupassen. Diese unterschiedlichen Modelle müssen auch innerhalb eines Bundeslandes möglich sein, da sich ländliche und städtische Regionen zum Teil erheblich in der Schülerstruktur unterscheiden.

Die Grundschule ist generell vierjährig

Das dreigliedrige Schulsystem besteht aus Hauptschule, Realschule und Gymnasium.

Im Zwei-Säulen-Modell schließen sich nach einer vierjährigen Grundschule eine bis zu neunjährige Schulform (Oberschule, Regionalschule als Beispiele) und das achtjährige Gymnasium an. Die eine Schulform führt in neun Jahren bis zum Abitur und verleiht alle anderen Schulabschlüsse. Das Gymnasium führt in acht Jahren zum Abitur als einzigem Abschluss.

Diese Schulformen in der Bundesrepublik müssen in allen Bundesländern vergleichbar sein. Schulwechsel innerhalb Deutschlands auf Grund von Umzügen dürfen nicht länger zu Verwerfungen in der Schullaufbahn von Schülerinnen und Schülern führen.

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